MARSHALL B. ROSENBERG

Begründer der Wertschätzenden Kommunikation

Stationen seines LEBENS

Charismatischer Mann, Querdenker, Visionär
Dr. Marshall B. Rosenberg
  • geboren am 6. Oktober 1934 in Ohio, USA
  • Klinischer Psychologe, Kommunikationstrainer, Konfliktvermittler
  • Schüler von Carl Rogers (Mitbegründer der Humanistischen Psychologie)
  • Begründung der Kommunikationsmethode der Gewaltfreien Kommunikation
  • 30 Jahre Ausbildung und Training von Menschen in GFK
  • Aktivität als Konfliktvermittler in politischen Krisengebieten wie Israel und Ruanda
  • Buchveröffentlichungen
  • 1984 Gründung des Zentrums für CNVC (centre for non violent communication) zur weltweiten Verbreitung der Gewaltfreien Kommunikation
  • gestorben am 7.02.2015 in Albuquerque, New Mexico, USA

Marshall Rosenberg - Kindheit und Jugend

Gewalterfahrung in der Kindheit
Gewalterfahrung in der Kindheit

Marshall Rosenberg wurde am 6, Oktober 1934 in Canton, Ohio, USA geboren.

Nach einem Umzug nach Detroit erlebte er mit 9 Jahren gewaltsame Rassenkonflikte hautnah mit. Seine Familie verließ aus Angst drei Tage lang nicht das Haus.

Bald musste er feststellen, dass ein Name genauso gefährlich sein kann wie eine Hautfarbe. Auf Grund seines jüdischen Nachnamens und seiner jüdischen Religion wurde er in seiner Schule von Mitschülern mit Schmähwörtern beleidigt und verprügelt. 

Zur gleichen Zeit erlebte er, wie ein Onkel sich liebevoll um seine pflegebedürftige Großmutter kümmerte – jederzeit mit einem Lächeln auf dem Gesicht.


Fragen des jungen Marshall Rosenberg

Doktorhut und Doktorwürde
Marshall Rosenberg war promovierter klinischer Psychologe

Diese widersprüchlichen Erlebnisse ließen ihn nachdenklich werden: Wie können Menschen einerseits zu so viel Feindseligkeit und Gewalt fähig sein und andererseits zu so viel Fürsorge und Liebe? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, entschied er sich für ein Studium der Psychologie, in welchem er 1961 den Doktortitel erwarb.


Gewaltfreie Kommunikation Rosenberg

Gewaltfreie Kommunikation Marshall Rosenberg
Gewaltfreie Kommunikation heißt auch Giraffensprache

Als Student arbeitete Marshall Rosenberg mit Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung. Später unterstützte er öffentliche Einrichtungen darin, die damals übliche Rassentrennung aufzuheben.

Basierend auf diesen Erfahrungen und seiner Studien entwickelte er die Gewaltfreie Kommunikation als Mittel der Konfliktklärung und als gewaltfreie innere Haltung. 

Beeinflusst ist seine Arbeit u.a. durch das Werk seines Lehrer Carl Rogers (Humanistische Psychologie) aus der klientenzentrierten Gesprächstherapie und durch Gandhis Überlegungen zur Gewaltfreiheit, sowie durch das Gedankengut von Riane Eisler und Walter Wink.


Gewaltfreie Kommunikation und neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Gewaltfreie Kommunikation Marshall Rosenberg
Menschen wollen von Natur aus miteinander kooperieren

Marshall selbst sagte, dass sein Konzept nichts Neues beinhalte: „Alles, was in die GFK integriert wurde, ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Es geht also darum, uns an etwas zu erinnern, das wir bereits kennen – nämlich daran, wie unsere zwischenmenschliche Kommunikation ursprünglich gedacht war.“ Er war überzeugt, dass die Art und Weise unseres Sprechens eine entscheidende Rolle bei unserer Fähigkeit spielt, einfühlsam zu bleiben.

Neueste Untersuchungen der Neurobiologie bestätigen die Richtigkeit seiner Annahmen (u.a. Gerald Hüther, Joachim Bauer, Daniel Siegel) vom Menschen als empathisches Wesen, das von Natur aus zur Kooperation veranlagt ist und von der heilsamen Kraft der Verbundenheit und Empathie.


Marshall Rosenberg - weltweit tätig

Gewaltfreie Kommunikation Marshall Rosenberg
Kommunikation und Konfliktmanagement weltweit

Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg hat Marshall Rosenberg in Seminaren die Gewaltfreie Kommunikation in aller Welt unterrichtet. In Krisen- und Kriegsgebieten, wie z.B. Palästina, Serbien, Ruanda, war er als Mediator zur Konfliktschlichtung zwischen den verfeindeten Gruppen tätig. 

Man kann ihn und seine einzigartige Unterrichtsmethode auf DVDs, CDs und im Internet erleben. Dabei verwendete er gerne Handpuppen von Wolf und Giraffe und die dazugehörigen Ohrenpaare.

Gewaltfreie Kommunikation Deutschland. Ich biete Ausbildungen und Seminare in Bamberg, Bayreuth und Hof an, welche zur Zertifizierung als GFK-Trainer angerechnet werden können.


Marshall Rosenberg - Geistiges Erbe

Gewaltfreie Kommunikation Marshall Rosenberg
Gewaltfreie Kommunikation will einen sozialen Wandel

1984 gründete Marshall Rosenberg in Albuquerque das “Center for Nonviolent Communication (CNVC)”, das „Zentrum für Gewaltfreie Kommunikation (GFK)“. Dieses ist zuständig für die Organisation und Qualitätssicherung der Gewaltfreien Kommunikation und Vernetzung der TrainerInnen.

Das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation wird heute weltweit gelehrt und angewandt in Familien, Schulen, in Therapie und Beratung von Organisationen sowie bei diplomatischen und geschäftlichen Verhandlungen.

Marshall strebte mit der GFK immer auch einen sozialen Wandel an, mit dessem Ergebnis er leider nicht zufrieden war. 

Marshall Rosenberg lebte zuletzt zurückgezogen mit seiner Frau Valentina in Albuquerque, New Mexico (USA). Er wurde 80 Jahre alt.


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