Gewaltfrfeie Kommunikation - Was heißt Gewalt?

Ich bin doch gar nicht gewaltvoll - wirklich?

Zwei Fäuste treffen sich
Verbale Gewalt ist in unsere Gesellschaft alltäglich

Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) wurde in den 1970er Jahren vom US-amerikanischen Psychologen Dr. Marshall Rosenberg entwickelt. Heute wird das Konzept der GFK weltweit von Tausenden Trainern gelehrt.

 

Gewalt im Sinn der GEWALT-freien Kommunikation ist jede Handlung, die sich gegen eine andere Person richtet und dieser schadet, ihr weh tut, sie verängstigt oder kränkt - um diese Person zu „motivieren“, etwas gegen ihren  Willen zu tun oder auf etwas zu verzichten, das sie gern tun würde. Darunter fallen auch alltagsübliche Maßnahmen wie  Zwang, Druck, Regeln, Sanktionen oder anderen ein schlechtes Gewissen einreden („Du bist schuld!“).

 


Aufrichtigkeit und Empathie

Ziel der GFK ist es, durch Kommunikation die Grundlagen für ein kooperatives Miteinander zu schaffen. In unseren privaten Beziehungen möge sich eine Verbundenheit entwickeln, die von Wohlwollen geprägt ist. Unsere Arbeitsbeziehungen sollen von Selbstverantwortung und Freiwilligkeit geprägt sein. 

 

In der GEWALTfreien Kommunikation ist Aufrichtigkeit wichtig, nach dem Motto: „Sei nicht nett – sei echt!“ Gleichzeitig legt sie Wert darauf, dass die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden. Deshalb sind Empathie, Zuhören und Offenheit für eine andere Sicht der Dinge ein wesentliches Element. Die Gewwaltfreie Kommunikation wird auch Wertschätzende Kommunikation genannt. Sie strebt eine Haltungsänderung an. In dem Kommunikationstraining auf GFK-Basis sind viele Philosophien und religiöses Gedankengut integriert.

 

GEWALTfreie Kommunikation erfordert 3 Eigenschaften:

Mut

Wahrheit

Liebe

 

 


Anwendungsgebiete für Gewaltfreie Kommunikation

Die Gewaltfreie Kommunikation wird als Kommunikationsmethode gelehrt und zur Konfliktmanagement in Institutionen, Organisationen und Unternehmen und in politischen Krisengebieten eingesetzt. In Deutschland wird sie von ca. 200 zertifizierten Trainern gelehrt.

 

Von Therapeuten wurde das Modell über Kommunikationstraining hinaus weiterentwickelt und für den therapeutischen Bereich adaptiert. So können mit in der Prozessarbeit mit Tiefer Empathie (Kindheits-)themen auf sehr effiziente Weise bearbeitet und gelöst werden.

Philosophie und Elemente der GFK werden von Unternehmensberatungen in der Organisationsentwicklung übernommen, um eine wertschätzende, zeitgemäße Firmenkultur zu schaffen.

 

Auf politischer Ebene strebt die GFK einen sozialen Wandel an. Die GFK möchte eine Welt kreieren,  in der die Bedürfnisse aller Menschen zählen und Ressourcen fair verteilt werden.

 

Mädchen schenkt Jungen selbst gepflückte Blumen
Aufrichtigkeit braucht Wahrheit, Mut und Liebe

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Schnupperangebot für alle, die die Wertschätzende Kommunikation kennen lernen wollen und für Anfänger zum Üben der Gewaltfreien Kommunikation in einer Übungsgruppe oder Giraffenstammtisch.

 

 

Empathie ist die Fähigkeit, sich auf die Gefühls- und Erlebniswelt anderer Menschen einzulassen. In der Gewaltfreien Kommunikation wird Empathie oft in Form der „Empathischen Vermutung“ ausgedrückt.

 

 

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg hat sich inzwischen in den unterschiedlichsten Anwendungen etabliert. In diesem Fachbuch geht es, ausschließlich über die zielführende Anwendung in Psychotherapie, in Beratung und im Gesundheits- und Sozialwesen.